Elekabi | Malerei
Die Malerei ist für mich ein Glückszustand, in dem ich Gefühle, Gedanken und Ideen bündeln kann. Sie ist mein bewegter Ruhezustand.
Viele Jahre habe ich fotografiert und Fotocollagen am Computer erstellt. Diese Bilder kamen von außen und waren für mich festgelegt. Der Fotoapparat war ein Mittel, die Welt fokussierter zu betrachten und sehen zu lernen – mit Struktur und Regeln.
In der Malerei kommt der Impuls von innen. Ideen, Träume, Tagträume und Musik bringen mich dazu, ein Bild zu beginnen. Ich arbeite täglich, mache Skizzen, Zeichnungen und Entwürfe. Ich male, was ich fühlen kann.
Meine Arbeiten bewegen sich zwischen erzählerischen Elementen und reduzierten Formen und Flächen. Symbolische Motive – Tiere, Körperteile, Pflanzen oder Objekte – tragen eine eigene Bildsprache und bilden Zusammenhänge.
Im Zentrum stehen Spannungsfelder: Nähe und Distanz, Vertrauen und Verrat, Angst und Verbindung. Diese Gegensätze existieren gleichzeitig und suchen im Bild ihre eigene Form von Gleichgewicht.
Ein Teil der Arbeiten entsteht intuitiv, ein anderer folgt einer inneren Struktur. Ich arbeite in Schichten, mit Spachtel und teilweise mit Fragmenten eigener Fotografien.
So entstehen Bilder als Zustände – offen, verdichtet und in Bewegung.
Carola Weber (Elekabi